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Palau und Picasso

  1. 1 Picasso im Gespräch mit Palau i Fabre
  2. 2Fotografie von Picasso mit einer seiner Arbeiten

Die Verbindung zwischen Palau und Picasso ging über eine lediglich persönliche Beziehung hinaus und begann im Jahr 1947, hatte aber ihren Ursprung bereits zu Beginn der dreißiger Jahre, als La vida, das Meisterwerk der blauen Periode Picassos, den jungen Palau beeindruckte.

Neben diesem Erlebnis hörte Palau fortwährend den Gesprächen seines Vaters mit den Künstlerkollegen zu – und einer der stets am häufigsten genannten Namen war Picasso.

Aus dieser Reihe von Umständen und Gründen erklärte Palau bei seiner Ankunft in Paris (im Dezember 1945): „Es war mein größter Wunsch, Picasso kennen zu lernen.“

Bereits im Jahr 1946 – schon bevor diese Beziehung existierte – bewies er, dass er Picasso kannte, ohne ihn selbst getroffen zu haben, und schrieb sein erstes Buch über ihn, mit dem Titel Vides de Picasso.

Im Jahr 1947 lernten sich die beiden schließlich kennen und ihre Beziehung sollte über fünfundzwanzig Jahre bestehen, bis 1972. Im Laufe dieser Freundschaft hielten sie gemeinsame Arbeitssitzungen ab und Palau befragte Picasso zu seinem Leben und Werk.

Palau brachte zu den Sitzungen stets fein säuberlich und detailliert aufgelistete Fragen mit, die Picasso herzlich-scherzhaft „Einwände“ nannte. Sie verbrachten viel Zeit mit Gesprächen über diese Fragen und über viele andere Themen, gerade wie sie sich ergaben. Nach seiner Rückkehr ins Hotel hielt Palau diese Gespräche sofort schriftlich fest.

Aus diesen Gesprächen und der aufmerksamen Verfolgung von Picassos Leben und Werk durch Palau entstanden mehr als zwanzig Bücher und unzählige Artikel, Beiträge und monografische Vorträge über den Maler. Palau führte sogar bei dem von Estela Films produzierten Film Picasso a Catalunya Regie.

Heute gilt Palau i Fabre nicht nur als einer der weltweit größten Experten für Pablo Picasso, sondern darüber hinaus übergab ihm der Meister selbst seine persönliche Vollmacht zur Beglaubigung und Zertifizierung seiner Werke. Wenn jemand Picasso eines seiner Werke zur Beglaubigung der Echtheit vorlegte, schickte er denjenigen zu Palau, mit der Bemerkung, dieser kenne sein Werk am besten.

Es sei hinzugefügt, dass die Arbeiten, die Palau über Picasso veröffentlicht hat, praktisch alle Literaturgattungen umfassen: vom Theater (Homenatge a Picasso, 1971) über die Dichtung (Teoria dels Colors) insbesondere zu den Essays. Unter den Essays finden wir die drei monumentalen Ausgaben über Picasso, die umfangreichste und detaillierteste jemals über den Künstler verfasste Studie.

Dieses Werk besteht aus Picasso vivent (1881-1907) aus dem Jahr 1980; Picasso cubisme (1907-1917), 1990, und Dels ballets al drama (1917-1926), 1999.

Das Werk ist noch nicht abgeschlossen; es wird ein vierter Band erwartet.


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